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29.10.2022 | Theater an der Grenze, Kreuzlingen | Tickets

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10.03.2023 | Bühne S, Zürich Stadelhofen |

11.03.2023 | Bühne S, Zürich Stadelhofen |

Weitere Aufführungen in Planung

Vergangene Aufführungen

16.09.2022 | Eisenwerk, Frauenfeld | Premiere | 20 Uhr

17.09.2022 | Eisenwerk, Frauenfeld | 20 Uhr

18.09.2022 | Eisenwerk, Frauenfeld | 18 Uhr

Presse

Die Deutschlehrerin

Die Frauenfelder Schauspielerin Susanne Odermatt bringt mit ihrem neuen Stück einen Beziehungskrimi von Thomas Krauss nach einem Roman von Judith W. Taschler auf die Bühne.

Auf dem Höhepunkt seiner schriftstellerischen Karriere verlässt Xaver seine grosse langjährige Liebe, die Deutschlehrerin Mathilda, ohne ersichtlichen Grund, ohne jegliche Vorwarnung und ohne eine Erklärung, während sie ahnungslos beim Unterrichten ist.

© 2022, Sandra Balli

Scheinbar zufällig kommen die Beiden nach vielen, vielen Jahren wieder in Kontakt und durchleben eine intensive Begegnung widersprüchlichster Gefühle, gipfelnd in Liebe und Hass in ihren Extremen. Schonungslos wird in der Vergangenheit gewühlt und der Kern der gescheiterten Beziehung freigelegt. Unerwartete Abgründe tun sich auf, Lügen auf beiden Seiten brechen wie Kartenhäuser zusammen und Wahrheiten werden nach und nach aufgedeckt. Wohin das die Liebenden führt, kann nicht erahnt werden und die vermeintliche Klärung lässt die Zuschauenden am Ende fassungslos zurück.


Judith W. Taschler erhielt für „Die Deutschlehrerin“ den Friedrich-Glauser-Preis 2014.

„Liebe, Verrat und Tod. Es sind die großen Themen des Lebens, die Judith Taschler sprachlich virtuos in ein kleines Kammerspiel packt. Und es sind die leisen Töne, die dieser als Zwiegespräch geführten Lebensbeichte eine dramatische Tiefe verleihen. Unaufdringlich eröffnet sich dem Leser ein Panoptikum vergebener Lebenschancen. Zwei Menschen, füreinander bestimmt, folgen ihren egozentrischen Lebensplänen und verpassen sich. Irritiert und ergriffen von der Tragik der Geschichte folgen wir der opportunistischen Handlungslogik der Protagonisten bis ans bittere Ende. Leben heißt scheitern, hat Amélie Nothomb einmal gesagt. So konsequent, spannend und literarisch subtil wie Judith Taschler das Thema umsetzt, wird auch Scheitern zum Hochgenuss!“

Begründung der Jury

Quelle: https://jwtaschler.at/de/die-buecher/02-die-deutschlehrerin.php


Das ist wirklich ganz großes Kino, was Judith Taschler sich da ausgedacht hat. Ein Mann und eine Frau. Und alles, was es zu einem Drama braucht: Liebe, Enttäuschung, Rache, Schuld, Verrat, ein Kind, eine überstürzte Heirat und ein Beinahe-Mord. Die Geschichte kommt gänzlich anders daher als ein herkömmlicher Krimi oder ein Thriller. Denn eigentlich ist es die Geschichte einer großen Liebe. Was immer an Ungeheurem, an Unerwartetem passiert, geschieht leise, wie beiläufig. Matilda und Xaver erzählen, was in den letzten 16 Jahren, in denen sie sich nicht gesehen haben, passiert ist. Es ist eine raffinierte Lebensbeichte voller Ängste und Abgründe. Die Frau erzählt aus ihrer, der Mann aus seiner Sicht. Nie kann man sicher sein, wer lügt und wann er oder sie die Wahrheit sagt. Man weiß nicht, was sich vielleicht Matilda nur ausgedacht und Xaver vielleicht wirklich getan hat. Am Ende ist alles klar, aber selbst auf der letzten Seite gelingt der Autorin noch ein fabelhafter Überraschungsmoment. Dieser Roman hat knapp zweihundert Seiten, ich habe das Buch gelesen wie in einem Rausch. Zweimal innerhalb weniger Wochen, weil es nach dem ersten Lesen noch auf meinem Nachttisch lag. Und obwohl ich ja jetzt wusste, was passiert, hat es mich noch einmal gefesselt und gepackt. Wie großes Kino eben.

Christine Westermann, WDR

Quelle: https://jwtaschler.at/de/die-buecher/02-die-deutschlehrerin.php


Den Roman von Judith W. Taschler finden Sie im Bücherladen von Marianne Sax in Frauenfeld.

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